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Verlegung und Verfugung von Keramikplatten

Großformatige keramische Feinsteinzeugplatten sind zurzeit wegen Ihrer hochwertigen und modernen Optik besonders beliebt für die Terrasse. Sie sind pflegeleicht, schmutzabweisend und rutschhemmend. Werden sie fachgerecht verlegt, behält der keramische Bodenbelag sehr lange seine natürliche Schönheit.

Keramikplatten im Außenbereich verlegen

Wer Keramikplatten im Außenbereich verlegen will, muss sich neben der Wahl der passenden Keramikplatten für die passende Verlegemethode entscheiden. Hier müssen die Besonderheiten des Materials beachtet werden, denn nicht jede Fliese ist zum Beispiel für eine lose Verlegung geeignet. Zudem müssen die Fliesenkleber und Mörtelprodukte den besonderen Anforderungen durch Temperaturschwankungen gerecht werden.

Sofern die geeigneten Produkte verwendet und beim Verlegen und Verfugen alles fachgerecht erfolgt, ist im Außenbereich das Verlegen von Keramikplatten im Kreuzverband zu empfehlen. Einerseits wegen des harmonischen Bildes, andererseits können im Kreuzverband Spannungen gut aufgenommen werden.

Diese Verlegeart bietet zudem eine gute Bruchsicherheit und hält starke Beanspruchungen aus.

Gebundene oder ungebundene Verlegung?

Natürlich ist es kostengünstiger, Terrassenplatten lose zu verlegen, doch erreicht ein lose verlegter Bodenbelag niemals die Stabilität von verklebten Fliesen oder von Keramikelementen in einem Mörtelbett. Eine fest verlegter und verklebter Keramikbelag kann von einem Pkw befahren werden, während ein lose verlegter Bodenbelag nur für die leichte Beanspruchung geeignet ist. Das sollte bedacht werden, wenn man sich für Keramikelemente im Außenbereich entscheidet.

Großformatige Keramikplatten werden im Garten immer häufiger verlegt, da ihr Gewicht im Vergleich zu anderen Bodenbelägen mit unter 50 kg/m² geringer ist. Was für die Verlegearbeit sehr vorteilhaft ist, bringt aufgrund des geringen Eigengewichts Probleme bei der Lagestabilität mit sich, wenn die Platten in ungebundener Bauweise verlegt werden.

Deshalb ist sie bei keramischen Elementen nicht unbedingt zu empfehlen. Bei 2 cm dicken Platten werden nach dem Verlegen die Folgen unweigerlich eine verstärkte Rissbildung, Unregelmäßigkeiten beim Fugenverlauf sowie Unebenheiten in der Fläche sein. Diese können durch die Verwendung deutlich dickerer Platten abgemildert werden. Die gebundene, also feste Verlegung ist der ungebundenen immer vorzuziehen.

Verlegen mit Einkornmörtel

Es gibt unterschiedliche Methoden, einen Keramikbelag im Außenbereich zu verlegen. Am besten ist es, die Platten zu verkleben, oder sie im Einkornmörtel zu verlegen. Dabei werden die Keramikplatten mit einer Haftschlämme auf die Mörtelschicht gesetzt und danach verfugt. Nach dem Abbinden des Materials entsteht ein sehr stabiler Belag, der aber für Regenwasser durchlässig ist. Diese Verlegemethode hat sich bewährt und wird am häufigsten angewendet. Verfugt werden die Elemente aus Keramik mit einem Pflaster-Fugenmörtel oder einer kunststoffvergüteten Flexfuge.

Wichtig ist beim Verlegen der Elemente die Einhaltung von Kreuzfugen, wodurch jede Keramikplatte an allen Seiten an Fugenmörtel angrenzt. Dadurch können Spannungen deutlich besser aufgenommen werden, so dass das Risiko von Materialschäden minimiert werden kann.

Vorteile:

• Terrassenbelag ist fast wartungsfrei
• stabiler Belag und langlebige Verfugung
• feste Dauerverfugung möglich
• ab 15 cm Drainagemörtel mit Auto befahrbar

Verkleben von Keramikplatten

Neben der richtigen Verfugung ist die vollflächige Einbettung der Keramikplatten in Fliesenkleber mit Fließbettkonsistenz notwendig, damit keine Hohlräume entstehen.

Eine kritische Stelle sind Hohlräume unter den Keramikplatten in der Nähe der Kanten, denn bei Belastung werden sie genau hier brechen.

Dringt von oben Wasser in diese Hohlräume ein, wird der Belag bei Frost vom Eis nach oben gedrückt. Frostschäden sind dann unvermeidlich. Um dies zu verhindern, haben viele Mörtelprodukte hohe Kunststoffanteile. Dadurch ist ein flexibler Fugenmörtel in der Lage, Unebenheiten und Hohlräume auszugleichen bzw. auszufüllen.

Bewegungsfugen sind notwendig

Besonders im Außenbereich verlegte Keramikplatten, kommen ohne Bewegungsfugen nicht aus. Denn um Spannungen neutralisieren zu können, benötigen alle keramischen Bodenbeläge Bewegungsfugen.

Die Elemente können sich so bei Erwärmung ausdehnen, ohne zu reißen. Die Breite der Fugen zwischen den Fliesen sollte mindestens 5 mm betragen.

Beim Verlegen sollte zudem ein Mindestabstand zu Wänden und Mauern von 1 – 2 cm eingehalten werden. Bei einer Verlegung ohne ausreichenden Fugenabstand können schon beim Verlegen die ersten Schäden an den Platten auftreten. Später sind sie dann ohne ausreichende Fugenstärken unvermeidlich, denn der Belag arbeitet durch die Temperaturschwankungen im Außenbereich.

Eine fachgerechte Verlegung ist ohne ausreichende Dehnfugen nicht möglich. Es bietet sich daher an, Fugenkreuze bei der Plattenverlegung zu verwenden, damit Terrassen- oder Gehwegplatten auch dann nicht verrutschen, wenn sich der Belag ausdehnt.

Vorteile fester Fugen:

• pflegeleichter Terrassenbelag
• beständiger als lose Fugen
•  
unkrautfreie Terrasse, weniger Schmutz
• kaum Ansiedlung von Ameisen
• gute Isolation
• bessere Aufnahme von Spannungen

 

Die richtige Fugenbreite

Die Fugen zwischen den Keramikplatten müssen ausreichend groß sein, d.h. mindestens fünf Millimeter. Nur so kann die Fuge im Außenbelag, der durch Temperaturschwankungen immer durch Ausdehnung und Zusammenziehen unter einer Spannung steht, ausreichend stabil sein. Zu beachten ist, dass großformatige Keramikplatten auch breitere Fugen benötigen als kleinere.

Als Mindestbreite der Fuge kann die 1-Prozent-Regel angenommen werden. Diese hat sich, was die Mindestfugenbreite angeht, in der Praxis bewährt. Bei einer Keramikplatte mit einer Kantenlänge von 60 cm wäre ein Prozent der Länge 6 mm usw.

Verfugung von Keramikplatten: lose oder fest?

Die Art der Verfugung hängt von der Verlegemethode ab. Bei einer gebundenen, also festen Verlegung sollte auch eine feste Fuge gewählt werden. Entscheidet man sich für eine lose Verlegung der Platten im Splittbett, sollte auch lose verfugt werden.

Wer eine geschlossene und dauerhaft feste Verfugung wünscht, weil diese sehr wartungsarm ist, sollte auch eine gebundene Verlegung mit einer Dauerverfugung vorziehen.

Feste Fugen würden bei einer losen Bettungsschicht reißen. Hier bleiben die Fugen sinnvoller Weise offen, d.h. sie werden mit Fugensplitt oder Quarzsand verfugt.

Es ergibt keinen Sinn, fest verlegte und geklebte Keramikplatten mit Quarzsand lose zu verfugen. Eine hochwertige, mit großformatigen Keramikplatten gestaltete Terrasse würde so nicht nur optisch an Wert verlieren, sondern auch den Nutzungskomfort einbüßen. Denn offene Fugen wären hier geradezu eine Einladung für Unkraut und Schmutz, die sich leicht festsetzen können. Abgesehen davon, dass lose Fugen durch starken Regen ausgewaschen werden können.

Ein Nachteil von Dauerverfugungen ist, dass sie wie jedes andere Material altern und dann unansehnlich werden. Dann wird es Zeit, die alte Fugenmasse zu entfernen und eine neue einzubringen. Je nach verwendetem Material kann das mit einem gewissen Aufwand verbunden sein. Darüber sollten man sich im Klaren sein.

Fugenmaterial vom Natursteinpark Ruhr

Für die Verfugung von Keramikplatten stehen für die unterschiedlichen Anforderungen jeweils geeignete Fugenmaterialien zur Verfügung. Hier führt der Natursteinpark Ruhr alles, was Sie für die perfekte und dauerhafte Verfugung Ihrer hochwertigen Keramikplatten benötigen. Unser freundliches Personal berät sie gerne über die Vor- und Nachteile der gängigen Verfugungsmethoden, damit Sie für sich die richtige Entscheidung treffen können.

Telefon 0209 / 95 50 90 17 12
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